Teuer wie nie

Die deutschen Neuwagen kosteten im vergangenen Jahr so viel Geld wie nie zuvor. Daran konnte auch die nachlassende Nachfrage nach dem per se kostspieligen Diesel nichts ändern.

Für 32.850 Euro gibt es beispielsweise einen VW Tiguan mit ein bisschen Ausstattung. (Foto: VW)

Für 32.850 Euro gibt es beispielsweise einen VW Tiguan mit ein bisschen Ausstattung. (Foto: VW)

Der Durchschnittspreis für Neuwagen ist 2017 auf ein Rekordniveau gestiegen. Einer Studie des Center Automotive Research (CAR) kostete ein neuer Pkw im Mittel 32.850 Euro und damit 1.300 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Die Steigerung um 4,1 Prozent hätte nach Einschätzung der Experten noch höher ausfallen können, wären nicht die Verkäufe der im Vergleich zu Benzinern prinzipiell teureren Dieselautos im Zuge der Abgaskrise eingebrochen. Zu den Triebfedern der Preisentwicklung zählt die weiterhin steigende Beliebtheit der teuren SUV. Ihr Preis lag 2017 im Schnitt um 4.700 Euro über dem des Durchschnitts-Neuwagens.

Besonders stark gestiegen sind im vergangenen Jahr die Listenpreise für Benziner, die um 6,8 Prozent auf 27.360 Euro zulegten. Der Diesel wurde um 6,4 Prozent teurer und kostete im Schnitt 40.620 Euro. Billiger geworden sind hingegen elektrifizierte Pkw. Neue Elektroautos wurden um 3,9 Prozent günstiger und schlugen mit 39.130 Euro zu Buche, bei den Plug-in-Hybriden sanken die Preise um 7,9 Prozent auf 52.540 Euro. Ermittelt wurden die Zahlen jeweils aus der Kombination der Pkw-Zulassungsstatistik mit den offiziellen Listenpreisen der Hersteller. Rabatte und etwaige Kaufprämien werden daher nicht berücksichtigt. Der tatsächlich von privaten und gewerblichen Kunden gezahlte Kaufpreis liegt in der Regel deutlich unter dem Listenpreis. (SP-X)