5 Tipps zum richtigen Umgang mit einem eiskalten Pkw-Innenraum

Im Winter sind die ersten kalten Kilometer Autofahrt vor allem für Laternenparker oft eine Qual. Das ist nicht nur unkomfortabel, sondern kann je nach Reaktion des Fahrers auch gefährlich werden.

Im Winter ist es nicht nur außerhalb des Autos kalt. (Foto: Suzuki)

Im Winter ist es nicht nur außerhalb des Autos kalt. (Foto: Suzuki)

Wer keine Garage oder eine Standheizung hat, steigt im Winter häufig in ein sehr kaltes Auto. Das ist mindestens unangenehm - und kann sogar gefährlich werden, wenn man falsch auf das frostige Klima reagiert. Fünf Tipps zum richtigen Umgang mit der Heizung im Wagen.

1. Heizen kostet nichts

Von zuhause ist man gewohnt, aus Umwelt- und Kostengründen die Heizung nicht unnötig laufen zu lassen. In einem Auto ist diese Art der Zurückhaltung nicht nötig, sofern es kein Elektrofahrzeug ist: Die Heißluft aus dem Gebläses ist Abwärme des Motors und damit praktisch gratis. Zusätzlicher Sprit wird nicht verbrannt. Zu Fahrtbeginn darf die Heizung daher ruhig auf Höchsttemperatur gestellt werden, bis sich der Innenraum ausreichend erwärmt hat. Tendenziell ist das sogar gut für das Auto, weil so Hitze aus dem Kreislauf der Motorkühlung entweicht und diese entlastet wird.

2. Nicht zu stark heizen

Als ideale Reisetemperatur gelten 21,5 Grad Celsius. Auch wenn die individuellen Vorlieben davon abweichen sollten – vor allem vor zu großer Hitze sei gewarnt. Zu hohe Temperaturen, etwa um die 35 Grad, wirken auf den Körper wie Alkohol. Sicheres Fahren ist dann nicht mehr gewährleistet.

3. Sitzheizung wärmt am schnellsten

Vor allem bei Autos mit Dieselmotor kann es dauern, bis das Triebwerk genug Wärme produziert, um diese über das Gebläse in den Innenraum zu leiten. Eine Sitzheizung hingegen sorgt in knapp drei Minuten für muckelige Temperatur, zumindest an der Körperrückseite. War sie lange Zeit eher in Cabrios und Limousinen anzutreffen, ist das Komfortextra heutzutage in fast allen Modellen zu bekommen. Aufpreis: rund 300 Euro. Allerdings gibt es die Heizdrähte in der Regel nur für die beiden Vordersitze – auf der Rückbank muss man weiter bibbern. Zweiter möglicher Nachteil: Je nach Hersteller und Modell bleibt die einmal aktivierte Sitzheizung auch nach dem Neustart des Motors aktiv. Ein unbesetzter, aber heißer Beifahrersitz kann so den Energieverbrauch unnötig erhöhen.

4. Warmer Mantel ist keine gute Idee

Wer keine Sitzheizung hat, tendiert möglicherweise dazu, den dicken Wintermantel, die Mütze oder gar die Handschuhe am Steuer anzulassen. Das ist jedoch keine gute Idee, da die voluminöse Bekleidung die Beweglichkeit und die Sicht einschränken kann. Gerade in kritischen Situationen – in eisigen Wintern nicht ganz unwahrscheinlich – muss man Arme und Beine schnell und frei bewegen können.

5. Freie Sicht per Heizung

Mit Eiskratzen allein ist es oft nicht getan, um die Autoscheiben wieder transparent zu bekommen. Denn sobald man hinterm Steuer sitzt, beschlagen die Fenster erneut - diesmal von innen. Wischen mit der Hand oder dem Jackenärmel verschlimmert die Situation nur noch, und selbst das Mikrofasertuch sorgt nur kurz für Abhilfe. Stattdessen muss das Gebläse ran: Die Lüftung auf volle Pulle stellen und die Düsen auf die Scheiben richten. In den meisten Modellen gibt es dafür eine Defroster-Taste, die das alles mit einem Knopfdruck erledigt. (SP-X)