technik ganz einfach

Die BrennstoffzelleAnodeVon der Anode zur KathodeStrom treibt den ElektromotorElektrolytenmembranKathodeWasser und Wärme

Guter Stoffwechsel

Wenn es um die Frage geht, was die Autos der Zukunft antreiben wird, fällt einem meist nur der Batterie-betriebene Elektromotor ein – und damit lange Ladezeiten, teure Akkus und kurze Reichweiten. Dabei gibt es schon lange eine ausgefeilte Alternative: die Brennstoffzelle.

Kathode, Ionen, Elektrolyten – oh je, der Chemieunterricht ist schon eine ganze Weile her, kein Wunder, wenn einem bei diesen Begriffen die Ohren schlackern. Dabei sind die  chemischen Prozesse, die in einer Brennstoffzelle ablaufen, gar nicht so kompliziert. In drei Sätzen: Wasserstoff und Sauerstoff werden in die Brennstoffzelle geleitet und reagieren miteinander. Dabei fließt Strom, der einen Elektromotor antreibt. Als Endprodukte bleiben nur Wasser und Wärme. CO2? Fehlanzeige. Weil eine Zelle allein nicht genug Strom erzeugen kann, um ein Auto anzutreiben, werden ganz viele hintereinandergeschaltet. Einen solchen Zellenverbund nennt man in der Fachsprache Stack. Sauerstoff zieht die Brennstoffzelle aus der Luft, nur der Wasserstoff muss zugeführt werden. Der umweltfreundliche Energieträger ist ein echtes Leichtgewicht. Zum Vergleich: Luft ist ungefähr 14-mal schwerer. Wasserstoff ist voll Energie. In einem Kilo Wasserstoff steckt so viel Kraft wie in 2,8 Kilo Benzin. Reichweitenprobleme – wie etwa beim Akku-Auto – hat der Fahrer damit nicht. Dass sich die Brennstoffzelle trotzdem noch nicht durchgesetzt hat, liegt vor allem am schwierigen Umgang mit dem Wasserstoff. Dieser muss erst mit viel Energieaufwand erzeugt werden – und dann noch zum Fahrer kommen. Das Netz an Wasserstofftankstellen in Deutschland ist einfach noch zu dünn – dagegen hilft leider auch keine Eins in Chemie.