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Reifenkontrolle vor dem Urlaub

Die Seen Finnlands, die Berge Österreichs oder die Strände Spaniens – in den Sommermonaten machen sich viele Menschen mit dem Auto auf in den wohlverdienten Urlaub. Ein Rundumcheck für das Auto sollte zur Vorbereitung gehören, rät der der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Vor allem den Reifen steht ein Stresstest bevor. Risse im Gummi, Einfahrschäden oder ein zu geringer Luftdruck erhöhen das Unfall- und Pannenrisiko. Wer seine Reifen vor der Fahrt gründlich untersucht, kann ruhigen Gewissens in den Urlaub starten.

Während Beulen oder große Risse schnell zu sehen sind, bleiben kleinere Schäden für den Laien oft unsichtbar. Der DVR rät deshalb dazu, den Zustand der Reifen noch einmal vom Experten in der Kfz-Werkstatt überprüfen zu lassen. Auch minimale Unwuchten, die im schlimmsten Fall zu einem Reifenplatzer führen können, werden so rechtzeitig entdeckt.

Luftdruck und Beladung

Wichtig ist, den Luftdruck am kalten Reifen zu messen. Der optimale Luftdruck sollte immer dem vom Hersteller empfohlenen Luftdruck entsprechen. Die Empfehlung des Herstellers ist meist im Tankdeckel, am Türholm oder in der Betriebsanleitung zu finden. Bei voller Beladung mit Urlaubsgepäck verändert sich der benötigte Luftdruck – denn je schwerer ein Fahrzeug ist, desto höher sollte der Luftdruck sein. Ein optimaler Luftdruck wirkt sich gleich doppelt positiv aus, denn er sorgt nicht nur für mehr Fahrstabilität und einen kürzeren Bremsweg, sondern er senkt auch den Kraftstoffverbrauch und spart somit bares Geld.

Profiltiefe: Jeder Zentimeter zählt

Für maximale Sicherheit sollten Sommerreifen mindestens eine Profiltiefe von 3 mm haben. Denn je weniger Profil desto höher die Aquaplaning-Gefahr. Dies gilt auch für die Reifen von Wohnmobilen, Wohnwagen oder Anhängern. Aufgrund der langen Standzeiten und damit einseitigen Belastung sowie der Sonneneinstrahlung altern diese Reifen besonders schnell.

Ersatzrad, Warnweste und Co.

Auch wenn das Gepäck viel Platz raubt – Ersatzrad und Warnweste sollten, ein Erste-Hilfe-Kasten muss in Deutschland mit an Bord und schnell greifbar sein. Das Ersatzrad sollte ebenfalls gründlich geprüft werden. Auch spezielle Reifenreparatursets können bei einer Reifenpanne wertvolle Dienste leisten. Außerdem sollte man sich über die Verkehrsregeln im Urlaubsland informieren.

Reifenlabel

Bild: GTÜ

 

Je besser die Reifenqualität, desto kürzer ist der Bremsweg und desto besser ist die Nasshaftung. Damit Verbraucher die Qualität der Pneus besser beurteilen zu können, müssen Hersteller ab dem 1. November alle nach dem 30. Juni produzierten Reifen mit einem Reifenlabel kennzeichnen. Das Bewertungssystem ähnelt den Energiesparklassen bei Haushaltsgeräten und gibt anhand einer Farbskala Auskunft über:

  • Energieeffizienz

  • Nasshaftung

  • Rollgeräusch

Die Skala reicht von von A bis G. Wer mit Reifen der Kategorie A unterwegs ist, kann im Vergleich zur G-Kategorie bis zu 7,5 Prozent Kraftstoff einsparen. Der Bremswegunterschied zwischen A- und G-Reifen liegt bei bis zu 30 Prozent. Mit Tempo 80 auf nasser Straße haben G-Reifen einen 18 Meter längeren Bremsweg als Reifen der Klasse A. Das Schallwellensymbol gibt Auskunft über das Abrollgeräusch. Entscheidend ist dabei die Anzahl der fett markierten Wellen. Ist nur eine Welle gefettet, ist der Reifen um drei Dezibel leiser und verursacht nur halb so viel Lärm wie ein Pneu mit drei Wellen.