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Putz’ mich, pfleg’ mich

Wer sein Auto liebt, der fährt es regelmäßig in die Waschanlage oder wäscht es gleich selbst von Hand. Denn gute Pflege bringt das Auto nicht nur zum Strahlen, sondern sorgt auch für den Werterhalt des Fahrzeugs. Hier Tipps und Tricks, damit Ihr Auto die richtige Pflege innen und außen bekommt, finden Sie hier.
Was tun bei Kratzern im Lack?

Tipp von Sonax: Kratzer sind unschön. Man unterscheidet zwei Arten, die auch eine unterschiedliche Herangehensweise beim Entfernen verlangen. Entscheidend ist, dass der Kratzer nur im Klarlack ist und nicht bis auf Basislack oder Grundierung geht. Eine Politur mit Wachs ent­fernt diese feinen Kratzer. Bei hartnäckigeren Kratzern rückt man stufenweise mit einem Kratzerentferner-Set an. Dabei spielen das Polish und das Finish die Hauptrollen. Das Polish enthält ein stärkeres Schleifmittel als herkömmliche Polituren. Es verwandelt im ers­ten Schritt große Kratzer viele kleine. Das Finish ist sanfter und verwandelt die vielen kleinen Kratzer in eine blanke Oberfläche. Es gibt dem Lack den Glanz zurück. Die sogenannten Schleifblüten kommen nur zum Ein­satz, wenn Polish und Finish keinen Erfolg zeigen. Aber Vor­sicht bei der Anwendung. Anschließend den Lack mit Wachs versiegeln.

Was tun bei hartnäckigem Schmutz im Polster?

Tipp von Dr. O.K. Wack: Bei der Polstereinigung sind zwei Dinge ganz wichtig: das richtige Produkt und die rich­tige Anwendung. Viele Reinigungsmittel aus dem Haushaltsbereich sind nicht spe­ziell auf hartnäckige Verschmutzungen wie Schokolade, Schuhcreme, Senf oder Milch abgestimmt. Sie überdecken Gerü­che oftmals nur, anstatt sie zu entfernen. Reiniger nach dem Motto auftragen, ein­wirken, absaugen, können nicht funkti­onieren. Der Schmutz bleibt im Polster. Daher sollte für die Reinigung des Fahr­zeuginnenraums ein Spezialprodukt wie der A1 Polster-Schaum-Reiniger ver­wendet werden. Dieser enthält zudem Geruchsabsorber, die üble Gerüche dau­erhaft beseitigen. Bei normalen Stoffpols­tern dringt der Schmutz ins Polster ein. Daher muss er herausgearbeitet werden. Das gilt besonders für Flüssigkeiten, die verderblich sind. So sitzt etwa vergorene Milch nicht nur an der Oberfläche, son­dern auch unterm Polster und stinkt vor sich hin.

 

Wie die menschliche Haut braucht auch die Haut des Autos Pflege. Doch dabei kann man einiges falsch machen. Vor der Lackpflege muss der Problemdreck wie Insektenreste, Baum­harz, Vogelkot und Teerflecken gründlich entfernt werden. Wer das Auto nicht richtig sauber macht, schließt beim Wachsen den zum Teil aggressiven Schmutz ein. Daher gilt: je besser die Vorarbeit, desto besser das Ergeb­nis.

Richtige Reigenfolge

Zum Autowaschen entweder in die Waschanlage, oder von Hand mit speziellem Autoshampoo. Fin­ger weg von Haushaltsreinigern. Diese lösen den Lack ab und können Kunststoffteile angreifen. Insektenreste und Vo­gelkot verätzen auf Dauer den Lack – er quillt auf und wird uneben. Vor dem Waschen also am besten einen Insektenentferner aufsprü­hen. Der Reiniger unterwandert die Insektenreste. Das Baum­harz hingegen frisst sich in den Lack und auf Dauer bis zum Blech. Man entfernt es nach der Autowäsche mit einem spe­ziellen Baumharzentferner. Wichtig: Keine Verdünnung neh­men. Die löst den Klarlack auf. Auch zur Entfernung von Teer und Flugrost gibt es Spezialreiniger. Flugrost sind kleinste Me­tallpartikel, die vor allem im Bereich von Industrieanlagen und Bahnschienen vorkommen. Das Metall lässt sich auf dem Auto nieder und fängt an zu rosten.

Innen: Ran an die Polster

Eine gute Vorreinigung ist auch bei der Innenraumpflege die halbe Miete. Alle Fußmatten aus dem Auto ausklopfen, und dann den ganzen groben Schmutz im Auto gründlich absaugen. Auch die Rücksitzbank hochklappen. Denn dort findet man gelegentlich Kleingeld, verlo­ren geglaubtes Spielzeug und verschim­melte Speisereste. Auch Kofferraum und Reserveradmulde nicht vergessen. Mit dem ordentlichen Absaugen verhindert man, dass Oberflächenschmutz wie Lehm oder Matschrückstände beim Reinigen in Polster und Teppich gelangen. Beim Absaugen des verstaubten Cockpits und der Mittelkonsole hilft ein kleiner Pinsel, um besser in die Ecke und Kanten zu kommen.

Richtige Pflegeprodukte

Mit der Zeit verliert der Kunststoff im Auto an Elastizität, wird spröde, brüchig und bleicht aus. Hochwertige Kunststoff-Pflegemittel verhindern nachhaltig, dass Chemikalien, Hitze und UV-Strahlung denKunststoff  zerstören. Es lohnt sich deshalb, Kunststoffteile im und am Auto von Anfang an regelmäßig zu pfle­gen. Nur die Behandlung mit speziell auf das Kunststoffmaterial abgestimmten Pfle­geprodukten verhindert wirkungsvoll das Verspröden und Ausbleichen des Materials.

Kaugummi entfernen leicht gemacht
Wer kennt das nicht? Der Schuh scheint magnetisch. Kaugummi an der Sohle ist der Grund. Und diesen trägt man auch mal gerne ins Auto.
Das Problem: Der Kaugummi klebt sich fest in die Fussmatte.
Die Lösung: Kaugummi mit einem Kettenreiniger einsprühen und einwirken lassen.
Durch den Reiniger löst sich der Kaugummi von der Matte: Jetzt lässt er sich leicht mit einem Schraubenzieher abziehen.
Anschließend die Reste mit Polster-Schaum-Reiniger und heißem Wasser entfernen.